Tradition bei Schlappeseppel: Zum Abschluss der Ausbildung brauen unsere Gesellen ihr eigenes Bier – nach eigenem Rezept, mit eigener Handschrift.
Amelie und Mika haben die Chance genutzt und das Gesellenstück No. 7 geschaffen: ein Edel-Kristallweizen, kristallklar und vollmundig. Limitiert und mit viel Stolz gebraut.
Prost
Aschaffenburg!
Glänzend gemacht!
Ein Hefeweizen, dem alles gelassen wurde, was zählt – und nur die Hefe wegfiltriert wurde. Kristallklar, spritzig und so schön im Glas, dass man fast vergisst zu trinken. Fast.
Für das siebte Gesellenstück der Schlappeseppel-Brauerei haben sich Amelie und Mika etwas Besonderes vorgenommen: ein Kristallweizen mit eigenem Twist. Im Interview erzählen sie, wie das Bier entstand, was sie an ihrem Handwerk lieben – und was sie dem nächsten Jahrgang raten.
Ihr holt einen fast vergessenen Klassiker zurück – warum gerade der?
Mika: Genau das hat uns gereizt. Kristallweizen hat früher einen echten Moment gehabt – und dann ist es irgendwie in der Versenkung verschwunden. Wir haben uns gefragt: Was wäre, wenn man diesen Retroklassiker wieder rausholt, aber auf unsere Art? Retro neu denken, aber mit eigenem Charakter.
Amelie: Es ist ein Traditionsbier mit Geschichte. Früher hat man sogar ein Reiskorn ins Glas gelegt, damit sich die Kohlensäure daran entbindet und die Perlchen aufsteigen – genau wie beim Champagner. Das fanden wir schon ziemlich cool.
Was macht euer Kristallweizen anders als ein normales Weizen?
Amelie: Der große Unterschied ist die Filtration. Im Gegensatz zum normalen Weizen ist bei uns keine Hefe mehr drin. Das macht es klarer, glänzender – und man bringt den Hopfengeschmack besser zur Geltung.
Mika: Und man kann es auch prima aus der Flasche trinken. Kein Bodensatz, keine Trübung. Einfach aufmachen und genießen.
Wer hat beim Brauprozess was gemacht?
Mika: Wir haben uns aufgeteilt. Amelie hat den Hopfen rausgesucht, ich bin aufs Malz gegangen – was wäre cool, was passt zu unserem Bier? Und dann haben wir Schritt für Schritt unser Bier zusammengebaut. Fast wie ein Puzzle.
Amelie: Genau. Jeder hat seinen Part, aber am Ende ist es eins.
Wie seid ihr überhaupt zum Brauen gekommen?
Mika: Ich war lange im Büro. Irgendwann hat mich das nicht mehr erfüllt – ich wollte was mit den Händen machen, was Echtes. Dann bin ich über einen Instagram-Post auf die Eder & Heylandˢ Brauerei gestoßen, die haben Azubis gesucht. Ich hab ein Praktikum gemacht, und danach war die Sache klar.
Amelie: Bei mir war's ähnlich. Kein Bürojob, das stand fest. Ich wollte abends nach Hause gehen und sehen, was ich den ganzen Tag gemacht habe. Ich hab mich intensiv mit Handwerk beschäftigt – auch mit dem Thema Handwerk als Frau – und hatte einige Optionen. Aber die Brauerei hat mich wirklich gepackt. Ich trinke privat gerne Bier, und irgendwann dachte ich: Wenn ich das eh schon mag – warum nicht als Beruf? Im Praktikum war ich dann direkt begeistert. Das war's.
Was gebt ihr dem nächsten Gesellenstückjahrgang mit auf den Weg?
Amelie: Seid mutig, probiert euch aus – neue Hopfensorten, neue Methoden, geht in die Extreme. Schaut, wie sich das Bier verändert. Und macht am Ende eins, bei dem alle sagen: Boah, sowas hatten wir noch nie. Einfach Freude dran haben. Und auf die Kacke hauen :)
Mit ihrem Gesellenstück beenden Amelie und Mika ihre Ausbildung zur Brauerin und zum Brauer bei Schlappeseppel. Das Ergebnis: ein Kristallweizen mit eigenem Twist – ab sofort erhältlich.
Was ist das Schlappeseppel Gesellenstück?
Die Eder & Heylandˢ Brauerei gibt nicht nur ihren Bieren die nötige Zeit und den nötigen Raum, sich zu entwickeln, sondern auch ihren Auszubildenden. Wer hier das Brauhandwerk erlernt, darf zur Gesellenprüfung ein eigenes Bier komponieren. Dieses ganz persönliche Brauwerk ist die flüssige Krönung der Ausbildung und in limitierter Auflage im Handel erhältlich.
Wo kann man das Gesellenstück kaufen?
In allen regionalen Getränkegeschäften, im Webshop und in der Brauerei können Sie das Gesellenstück kaufen.
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